
Nach der Tragödie von Beslan gehören Schusswaffen bei Kinderveranstaltungen zum Alltagsbild im Kaukasus.

"Wir wollen Terroristen jagen", erklärt Michail, der junge Don-Kosake. Zusammen mit seinen Kameraden unterschiedlichen Alters erhält der 14-Jährige eine militärische Grundausbildung in einer Kadettenschule im nördlichen Kaukasus.

In den Ruinen der Schule Nummer Eins von Beslan trägt die Politik Gesichter und Namen.

Als wäre alles erst gestern geschehen. Die Bilder der Ereignisse sind den Menschen von Beslan auf den Fersen. Der Geruch getrockneten Blutes ist den Zeugen des Terrors ebenso gegenwärtig, wie die Schreie der Opfer im Widerhall des Munitionshagels.

Der Schmerz wird nie vergehen. Noch immer können die Menschen in Beslan nicht glauben, was zwischen dem 1. und 3. September 2004 geschah.

Verzweiflung, Bitterkeit und Trauer sind die steten Begleiter der Hinterbliebenen in Beslan.

In Beslan werden Zahlen sichtbar. Das Ausmaß einer Tragödie, die über 300 Menschen das Leben kostete.

Beslan, ein Requiem. Zwei Jahre nach der Tragödie sitzt die Trauer noch tief. Jeder Tag ist ein Kampf gegen Schmerz und unsägliches Leid.

Nur noch ein Schatten seiner selbst: Nachdem er im zweiten Tschetschenienkrieg seine Beine verloren hat ist für Lew Larijew aus dem Kampf ums Überleben ein persönlicher gegen gesellschaftliche Vorurteile geworden. Wie viele andere Tschetschenen gibt er die Schuld an seinem Schicksal den Politikern. Eine Chance auf Frieden im nördlichen Kaukasus sieht der Mann ohne Beine nicht.

Sechs Jahre ist es her, dass die 13-jährige Marina ihr Bein in Tschetschenien verlor. Im verminten Gelände um die Gebietshauptstadt Grosny, trat das Mädchen auf eine Sprengfalle.

Wann nimmt das Trauma in Tschetschenien ein Ende? Unzählige Mütter und Väter haben in den Kriegen ihre Söhne verloren. Vom russischen Staat haben sie nichts zu erwarten. Vor verschlossenen Türen kämpfen sie gegen Mißstände in der Armee an und streiten für die Rechte der Rekruten.
Misshandlungen sind innerhalb der russischen Streitkräfte an der Tagesordnung. Mütter und Väter kämpfen für die Rechte ihrer Söhne.

Verschollen im Tschetschenienkrieg. Auskünfte was mit ihren Söhnen geschehen ist, erhalten Eltern auf Anfrage von den Militärkommandanten nicht. Wie viele andere vor ihr, hat auch diese Soldatenmutter ihr Kind selbst in Tschetschenien gesucht.

Auf einen langen Gang durch die Instanzen haben sich die Soldatenmütter eingestellt. Unzählige Amtsstuben und Formulare liegen auf ihrem Weg. Doch anders ist eine Veränderung nicht zu erreichen.

Leben von der Agrarwirtschaft am Rande des nördlichen Kaukasus.

Zwischen Tür und Angel: die Flüchtlinge aus Tschetschenien. Keiner will sie haben.

Leben im Transit. Keiner will sie haben, die Flüchtlinge aus Tschetschenien. Ihre Häuser sind aus Holz, notdürftig mit Lehm von außen verputzt. Pappdeckel dienen als Isolierung.

Inguschetien ist für die meisten Flüchtlinge aus Tschetschenien nur ein Durchgang auf dem Weg in den Westen.

Kaukasische Berglandschaft an der Grenze zu Inguschetien.

Touristenidyll mitten im Krisengebiet an der Grenze zu Inguschetien.